Dutch Carp 2006

Als wir von unserem Frankreichtrip (La Renarde) wieder kamen, klopfte auch schon das nächste Event an der Tür. "Dutch Carp 2006" , 2 Quali am Twente Kanal. Am 26. Mai war es soweit  und ich machte mich mit einem Kolegen auf in Richtung Twente-Kanal. Nach ca. 1 1/2 Stunden fahrt kamen wir als erste am Vereinsheim an. Es vergingen 2 Stunden bis alle Teilnehmer versammelt waren und die Verlosung der Plätze anfangen konnte. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht wußten, war das man 2 Lose ziehen konnte. Falls einem der erste gezogene Platz nicht gefiel, konnte man ein zweitesmal ziehen. Den Platz mußte man dann aber nehmen. Wir losten Platz 64 und ich fragte sofort nach wie weit ausgesteckt wurde. Als Antwort bekamen wir 69 zu hören. Wir waren uns einig den Platz zu nehmen. So saßen wir zumindest nicht mitten drin. Nach kurzer Fahrt kamen wir am Twente- Kanal an und fingen an unseren Platz zu suchen. 69,68,67,66,65 von weiten sahen wir schon eine Art Verladestation für Sand, was mehr einer Baustelle ähnelte. "Das wird doch wohl nich unser Platz sein" sagte ich und wurde eines besseren belehrt. Mitten auf der "Baustelle" Platz 64. Uns stand die Entäuschung ins Gesicht geschrieben . Zu allem Überfluss regnete es auch noch und so bauten wir schnellstmöglich unsere Sachen auf. Das war auch schon das nächtse Problem. Zwischen der Straße und dem Kanal lagen höchstens 3m. Super!! Als wir unsere Zelte aufgebaut hatten, suchten wir Plätze für unsere Rod Pods, was sich auch als schwierig heraus stellte da der Rest vom "Grünstreifen" sehr schräg abfiel und die Spundwand ziemlich weit über stand. Dann ging es endlich ans ausloten. Kurze Beschreibung unserer Stelle. Ein eigenes Ufer hatten wir nicht. Vor der Spundwand ging es direkt auf 5m ab. In der Mitte des Kanls betrug die Tiefe 3m und fiel dann wieder auf 5m ab, wo auch kein Ufer vorhanden war sondern eine Spundwand. Wie sich später heraus stellte (Gespräch Veranstalter) wurde vor einiger Zeit der Kanal an unserer Stelle tiefer ausegebaggert. Das hieß es gab keine richtigen "Hot Spots". Unsere Taktik= Futtertepich. Also Ruten rein, füttern und ab ins Zelt auf ein Bierchen, da es immer noch regnete. Erst da fiel uns auf, wie stark die Straße hinter uns (ca. halber Meter) eigentlich befahren wurde. Im minutentakt "rasten" Autos an uns vorbei und schüttelten jedesmal unsere Zelte durch!! Was besonders Nachts sehr unberuhigend war. An Schlaf war kaum zu denken. Ich schreibe sehr ausführlich über die Zustände da wir in den 2 Tagen nicht einen Pieper hatten und ich somit leider nicht über einen "Drill" berichten kann. Oh, einen pieper hatte ich doch, der wurde aber in der ersten Nacht um ca. 1 Uhr von einem laut blubbernden Dieselmotor erzeugt. Das war nämlich das nächste Übel und die Info vom Veranstalter:Es fahren keine Schiffe, 70 gr. reichen aus, stellte sich auch als falsch heraus. Also wurden meine Montagen einige Meter vom Schiff mitgezogen und ich durfte Nachts die  Ruten neu  auswerfen.  Zum Schluß möchte ich noch sagen, das wir nur von unserem Platz sprechen können, da wir nicht weiter gefahren sind um uns alle Plätze anzugucken! Zu unserem Platz kann man nur sagen "ein absoluter Witz so eine Stelle als Platz abzustecken!!" Ob man was fängt ist eine Sache und da hat jeder selber Einfluss drauf aber zumindest sollten die Voraussetzungen stimmen. Für mich war es sicherlich das erste und letzte mal "Dutch Carp". Falls ihr euer Glück dort mal probieren wollt, geben wir euch einen Tip.Fahrt die Strecke vorher ab und macht euch ein Bild von den Plätzen, da man wie gesagt 2 mal losen darf und es somit ein Vorteil ist, wenn man die Plätze kennt. Es wurden insgesamt 9 Fische gefangen.

 

Catch an Release