Markus und Christian

 

Endlich war es soweit! Die Session in Frankreich stand bevor. Nach etlichen Stunden der Planung, machten wir uns auf zum „La Carriere“. Die Fahrt lief reibungslos ab und so kamen wir nach ca. 10 Stunden Fahrt an den Seen an. Herr Lescene begrüßte uns herzlich und erklärte uns noch mal die wichtigsten Regeln. Danach zeigte er uns die Sanitären Anlagen und fuhr mit uns zu unseren Plätzen um uns dort zu zeigen wie wir am besten fischen könnten. Wir bauten unsere Sachen auf und fingen an zu loten. Schnell fiel uns auf, das es keine besonderen „Spots“ gab wie z.B. „Kanten, Plateaus“ etc. Die Wassertiefe fiel rasch auf 1,50m ab und dann allmählich bis auf 2,50m. Wie auch am „La Renarde“ legten wir uns Futterplätze an. Jetzt war es erstmal Zeit, sich um unser Wohl zu kümmern. Wir grillten in aller Ruhe und genehmigten uns erstmal ein wohlverdientes Bier.

Strahlender Himmel, 25 Grad im Schatten, glasklare Seen, ein kühles Bier in der Hand und in Frankreich auf Karpfen angeln, was will man mehr? Trotz Übermüdung, an Schlaf war kaum zu denken, dafür war die Vorfreude auf die ersten Carps zu groß. Um 21:45 Uhr meldete sich dann zum ersten mal bei mir (Christian) der Bissanzeiger. Das Ergebnis war ein 26 Pfund Spiegler! Um 2:30 konnte Markus dann seinen ersten Fisch mit 18 Pfund landen und um 6:30 Uhr legte ich nochmal einen 18 Pfund Spiegler auf die Matte. 3 Fische in der ersten Nacht, wir waren zufrieden. Besonders mit der Kampfstärke der Fische! Die Carps machten richtig Dampf und das im glasklaren Wasser beobachten zu können, war einfach nur genial!! Tagsüber blieben unsere Bissanzeiger stumm. Nur Stefan und Herold am anderen See konnten den ein oder anderen Fisch landen. In der zweiten Nacht und am dritten Tag ging es dann munter weiter und wir fingen insgesamt 7 Fische. Der schwerste davon 31 Pfund. Bis zum vierten Tag lief alles super aber in der vierten Nacht blankten wir komplett und auch tagsüber konnten wir nur 2 Fische landen. In der fünften Nacht das selbe Spiel. Unsere Bissanzeiger blieben stumm! Eins war klar, wir mussten was ändern! Markus stellte seine Köder um (Boiliesorte) und warf neue Plätze an. Ich legte ebenfalls neue Plätze an und fütterte einen davon mit 3 Kilo Boilies an. Das war für die Verhältnisse sehr viel da wir in den Tagen zuvor hauptsächlich mit PVA- Beuteln fütterten und zusätzlich nur wenige 100 Gramm auf den Plätzen verteilten. Mir war klar, das ich mit dem großen Futterplatz entweder auf die Schnauze fallen würde, da dann zu viel Futter auf meinem Platz wäre und ich gar nichts mehr fangen würde oder ich würde nochmal richtig Fisch fangen! Und so war es dann auch. Der Futterplatz kam voll an und ich fing in der letzten Nacht (von 22 Uhr) nochmal 8 Karpfen! Auch Markus konnte dank seiner neuen Plätzen und seiner neuen Boilies noch ein paar Karpfen landen.

Es war zwar erst Freitag aber wir beschlossen dann doch einen Tag eher zu fahren. Jeder hatte genug Fisch gefangen und wir wollten uns den Streß am nächsten Morgen ersparen (Abreise bis 10 Uhr). Außerdem wäre es nur noch ein absitzen bis zum nächsten Morgen gewesen. Um 19 Uhr verließen wir dann das Gelände . Natürlich war es schade, das die Woche schon vorbei war aber es freute sich doch jeder wieder auf zu Hause.

 

 

Fazit: Es war eine absolut geile Session! Die Seen sind weiter zu empfehlen! Das Wasser ist glasklar, hindernisfrei und der Bestand an Karpfen ist gut! Mit 4 Leuten (3 Carphunter Rhede und unserm Kolegen „Asterix“ von Team Sniperbaits) fingen wir über 90 Karpfen.. Schwerster davon 36 Pfund. Die Chancen auf einen 30iger sind hoch! Die Anlagen ( WC´s, Duschen, Herd, Kühlschränke) sind in einem guten Zustand und Herr Lescene ist super freundlich und gibt jedem gerne Tipps.

Das einzigste was nicht so schön war, war das die Karpfen doch sehr stark von den Fängen gekennzeichnet waren. Die Mäuler waren teilweise durchlöchert und „Fisherman“ sollte sich wirklich mal überlegen die Seen für ein oder zwei Jahre in Ruhe zu lassen. Das war auch das Einzige was uns negativ aufgefallen ist und wir sind schon am überlegen ob wir nächstes Jahr wieder zum „La Carrier“ fahren.

 

Carphunter Rhede